Triest und die nordöstliche Grenze: neue Mobilität, Identität und Erinnerungspolitik
Triest und die nordöstliche Grenze waren lange Zeit ein symbolträchtiger Ort für die Geopolitik unseres Landes. Seit einigen Jahren ist Triest auch einer der wichtigsten Ankunftsorte der sogenannten Balkanroute für Migranten. Dies hatte Auswirkungen auf die Art und Weise, wie die Grenze zu Slowenien verwaltet und wahrgenommen wurde. Die Ankunft Tausender informeller Migranten pro Jahr in Italien über die Waldwege, die die Stadt umgeben, rechtfertigte die vorübergehende Aussetzung der Schengen-Abkommen durch die italienische Regierung und machte die Mechanismen deutlich, die der unterschiedlichen Mobilität der verschiedenen Personen zugrunde liegen, die formell oder informell in das Land einreisen. In diesem Vortrag werden die politischen Geografien analysiert, die diese unterschiedlichen Mobilitäten geprägt und die Rolle und das Image dieser Grenze erheblich neu definiert haben.
Vortrag in italienischer Sprache.
CV
Prof. Claudio Minca
Claudio Minca è professore ordinario di Geografia presso l'Università di Bologna. Prima di ricoprire questo ruolo, ha insegnato in diversi contesti internazionali, tra cui le università di Newcastle e Londra, nel Regno Unito, la Wageningen University nei Paesi Bassi e la Macquarie University in Australia. I suoi principali interessi di ricerca riguardano il rapporto tra teoria spaziale, biopolitica e modernità. Più di recente, si è dedicato all’analisi delle geografie politiche dei campi profughi. Tra le sue opere più recenti figurano Thinking like a Route (2026, con Y. Weima) e A Spatial Theory of the Camp (2025, con R. Carter-White). Ha recentemente vinto un ERC Advanced Grant per un progetto intitolato "The GAME: Counter-mapping informal refugee mobilities along the Balkan Route”.