16 Mai 2026
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Exkursion: Grenzlandschaften: Erinnerung, Identität und die „unsichtbare Grenze“ zwischen Tret und St. Felix

Exkursion: Grenzlandschaften: Erinnerung, Identität und die „unsichtbare Grenze“ zwischen Tret und St. Felix

Prof. Ingrid Kofler

Im Rahmen des Studium Generale der unibz „Grenzlandschaften. Erinnerung, Identität und aktuelle Grenzfragen“ führt diese Exkursion an einen besonderen Ort: die sogenannte „unsichtbare Grenze“ zwischen Tret (Trentino) und St. Felix (Südtirol).

Diese Grenze ist nicht als physische Barriere sichtbar, sondern manifestiert sich historisch, sprachlich, kulturell und administrativ im Alltag der Bevölkerung. Sie verweist auf jene „hidden frontiers“, die John W. Cole und Eric R. Wolf in ihrer Studie zur Grenzregion beschrieben haben: unsichtbare soziale, kulturelle und ökonomische Trennlinien innerhalb eines vermeintlich homogenen alpinen Raumes. Auch neuere Ansätze verstehen Grenzen nicht nur als staatliche Linien, sondern als vielschichtige, historisch gewachsene Geflechte aus Macht, Identität und Alltagspraxis.

Die Exkursion verbindet historische, kulturwissenschaftliche und landschaftliche Perspektiven:
Ausgangspunkt ist der Gampenbunker als materielles Zeugnis territorialer Sicherung während des Faschismus. Entlang des Pilgerwegs nach Unsere Liebe Frau im Walde werden Fragen von Erinnerung, religiöser Praxis und Raumaneignung thematisiert. Im Anschluss führt eine Wanderung entlang der „unsichtbaren Grenze“ zwischen St. Felix und Tret in jene Landschaft, in der Sprach- und Verwaltungsgrenzen bis heute soziale Ordnungen strukturieren.

Organisation:

Die Kosten für Transport, Eintritt, Führung und Mittagessen sind von den Teilnehmenden selbst zu tragen. Fixe Kosten 10€ pro Person für Eintritt und Führung.

Die Exkursion erfordert festes Schuhwerk; für die Bunkerführung wird warme Kleidung empfohlen.

Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Bitte schreiben Sie diesbezüglich an die E-Mail-Adresse: plattform.kulturerbe@unibz.it