Aktivitäten in Zusammenarbeit mit der LAS-Landschaftsarchitektur in Südtirol

Aktivitäten in Zusammenarbeit mit der Europäische Textilakademie

STUDIUM GENERALE

Studium Generale. Diskurse zum Kulturerbe (27.03.2019-12.06.2019)

Die Vorlesungsreihe “Diskurse zum Kulturerbe” im Rahmen des Studium Generale der UniversitätBozen waren von der Fakultät für Design und Künste/Plattform Kulturerbe und Kulturproduktion organisiert. In acht Vorlesungen und einer Führung durch Bozen wurde Kulturerbe aus unterschiedlich Perspektiven und als zeitgenössische, gesellschaftliche Aufgabe betrachtet und diskutiert. Universitätsinterne und vier Referentinnen und Referenten aus dem deutschen Sprachraum vernetzen regionale, europäische und darüber hinausreichende Fragestellungen zur Kulturerbe Theorie – und Praxis.

12.06.2019 Prof. Dr.Ingrid ScheurmannDenkmal – Erinnerung – Erbe. Zu Änderungen des Geschichtsbewusstseins in der Gegenwart oder: Was macht das Kulturerbe mit dem Denkmal?“

05.06.2019 Prof. Dr.Lilli LičkaGeschichte in die Landschaft schreiben. – Landschaftsarchitektur im historischen Kontinuum“

29.05.2019 Prof. Dr. Gerhard Glüher „Die fotografische Ansichtskarte als Medium der Kulturerbevermittlung“

22.05.2019 Stadtführung/Bozen „Jenseits des Guten und Schönen“mit Dr. Waltraud Kofler Engl

15.05.2019 Dr. Waltraud Kofler EnglUnbequeme – umstrittene Erbschaften als historische Zeugnisse und Lernorte gegen das Vergessen“

08.05.2019 Prof. Dr. Stephan Schmidt-Wulffen „Gemeinsam erben. Kulturerbe als gesellschaftliche Aufgabe“

10.04.2019 Prof. Dr. Dipl.-Ing. Jörg Haspel„Sharing Heritage“ – brauchen wir ein Kulturerbe ohne Grenzen?

03.04.2019 Prof. Achim Hubel „120 Jahre Umgang mit dem kulturellen Erbe in Mitteleuropa – ein kritischer Rückblick.

Afrikas heimliche Hauptstadt der Moderne

Ausstellung, Bozen, 13.12.2018-03.02.2019

Asmara entwickelte sich mit der Kolonialisierung Eritreas durch Italien von einer kleinen Siedlung zur Hauptstadt und zwischen 1922 und 1941 zur Metropole, die sich an der modernistischen Stadtplanung Europas orientierte. Unter Mussolini setzte die Kolonialmacht ihre Vorstellungen einer Neuen Stadt mitöffentlichen Bauten, Straßen, Plätzen, Freizeiteinrichtungen, Wohnbauten und Villen für die italienische Oberschicht sowohl nach ästhetischen als auch funktionalen Gesichtspunkten um. Mit dem Anschluss Südtirols an Italien nach dem Ersten Weltkrieg und der faschistischen Machtergreifung 1922 wurde Bozen zur Hauptstadt des Grenzlandes „Alto Adige“ und sollte nicht nur in der Bevölkerungszusammensetzung, sondern auch im architektonischen Erscheinungsbild zu einer modernen „Italienischen Stadt“ werden. Westlich der historischen Altstadt entstand eine Neue Stadt mit Repräsentationsund Verwaltungsbauten, Schulen, Freizeiteinrichtungen, Wohnbauten und im Süden eine Industriezone mit Arbeiterwohnsiedlungen. Bozen wurde zum politischen, symbolischen und funktionalem Exerzierfeld für eine moderne italienische Architektur und städtische Infrastruktur. Wie in Asmara bezog sich die Architektursprache in Bozen auf den italienischen Eklektizismus, Monumentalismus, Futurismus und den internationalen Rationalismus wenn auch von geringerer avantgardistischer Prägung. Obwohl Erbe des Kolonialismus und einer Diktatur wurde die Stadt Asmara Teil der eritreischen Identität, ein Bezugspunkt der Unabhängigkeit und 2017 UNESCO-Weltkulturerbe. In Bozen ist die Diskussion um das architektonische und künstlerische Erbe der Zwischenkriegszeit nach wie vor von ideologisch-politischen und ethnischen Kontroversen geprägt. Dies obwohl Südtirol als Modellregion für die Autonomie von ethnischen Minderheiten gilt.

Konferenz. Asmara-Bozen/Bolzano, Unibz, 01.02.2019

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Aktivitäten in Zusammenarbeit mit der Architekturstiftung Südtirol

Konferenz. Werden in Südtirol bauen: Maruša Zorec, Unibz, 07.06.2019

Konferenz. Smiljan Radić, Unibz, 05.04.2019

Aktivitäten in Zusammenarbeit mit EVAA-Ethnologischer Verein Alto Adige

Ethnocafé Alicia Bernasconi „Italienische Migranten, Theater und Oper in Argentinien, 1880-1930“

Der Beitrag der italienischen Einwanderung zum Bevölkerungswachstum Argentiniens zwischen 1870 und 1914 war von grundlegender Bedeutung. Einwanderer brachten Gewohnheiten, Techniken und spezifisches Wissen mit, die sie an eine neue Realität anpassten, zu deren Veränderung sie selbst beigetragen haben. Die Untersuchung der verschiedenen Formen ihrer Beteiligung an der Welt der Oper, der Opernhäuser, auch in weniger bevölkerten Städten, kann neue Erkenntnisse über den Prozess der Modernisierung Argentiniens bringen.

Alicia Bernasconi ist Forscherin in der Geschichte der Migration. Viele Jahre lang war sie Forschungsleiterin des CEMLA-Centro Estudios Migratorios Latinoamericanos in Buenos Aires und arbeitet derzeit am Projekt „Geschichte und Erbe des modernen Argentiniens“. Einwanderung, Transfer und Neuanpassung von Wissen über die symbolischen und materiellen Aspekte der Theater der Rioplatenseküste und deren Erhaltung“.

Buchpräsentation „Memoria Ladina: Heritage, Community und Partizipation in den Dolomiten“ von Emanuel Valentin 23.07.2019, 18:30h, Universitätsbibliothek Bozen

In Zusammenarbeit mit der LUB-Bibliothek der Universität Bozen und dem EVAA-Ethnologischer Verein Alto Adige.

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Wie kann Kulturerbe auf partizipative Weise identifiziert und dokumentiert werden? Dieser Frage widmet sich Emanuel Valentin in diesem Buch. Er zeigt auf, wie komplex das Zusammenspiel zwischen Kulturerbe, Community und Partizipation sein kann und welche neuen und bis dato ungenutzten Möglichkeiten das digitale Zeitalter für partizipative Projekte im Bereich des Kulturerbes bereithält. Forschungsgegenstand ist das kulturelle Erbe der Dolomitenladiner, einer ethnischen Minderheit, deren historisches Siedlungsgebiet seit 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt.

Emanuel Valentin ist Ethnologe und forscht seit 2010 intensiv zum Thema Natur- und Kulturerbe. Zwischen 2013 und 2016 vertieft er das Thema Kulturerbe und Partizipation in einem Forschungsdoktorat an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Freien Universität Bozen. Das vorliegende Buch ist das Ergebnis dieser Forschung.