Ariane Karbe

Dr. Ariane Karbe ist seit 20 Jahren als Kuratorin und Ausstellungsdramaturgin tätig. Studium der Ethnologie und Komparatistik an der FU Berlin und der Universität Bayreuth. Ausbildung zur Drehbuchautorin an der Filmschule Hamburg-Berlin. 2018 Promotion an der School of Museum Studies, University of Leicester. Thema: (Wie) können Ausstellungen so spannend erzählt werden wie Hollywoodfilme?

2014–April 2019 war Ariane Karbe für die Konzeption und Realisierung der Dauerausstellung im Hausmuseum „Villa Freischütz“ (Meran, Italien) verantwortlich. Seit der Museumseröffnung ist sie vor allem für die Sonderausstellungen zuständig.

Als dramaturgische Beraterin unterstützt Ariane Karbe Museen dabei, die Geschichte(n) zu erzählen, die sie wirklich erzählen wollen. Zur Zeit berät sie das Frauenmuseum Meran bei der Revision der Dauerausstellung; 2018 unterstützte sie das Museum für Haustierkunde.

Ariane Karbe ist Absolventin der Museumsakademie Museion (2015/2016) und war Gast des Residenzprogramms der Museumsakademie Joanneum (2017).

„Heim – Museum – Heimat. Das Hausmuseum Villa Freischütz in Meran und seine Geschichte“

26.11.2019, um 18:00 Uhr im Hörsaal C3.06.

Im April 2019 wurde nach langjähriger Vorbereitungszeit das Hausmuseum „Villa Freischütz“ in Meran eröffnet. Hier lebte der Weinhändler und Kunstsammler Franz Fromm (1854-1941) ab 1922 mit seiner Familie und seinen Dienstboten. Seine Enkelin Rosamaria Navarini (1926-2013) verfügte die Gründung einer Stiftung, um die Schätze ihres Großvaters in einem Museum in der Villa Freischütz der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Ausstellungsdramaturgin und Museumswissenschaftlerin Ariane Karbe schildert den komplexen Prozess, diesen Stiftungsauftrag umzusetzen. Sie war, in enger Zusammenarbeit mit dem Stiftungsrat, für die Konzeption der Dauerausstellung verantwortlich. Wichtigstes Ziel dabei war, ein besucherfreundliches Haus zu schaffen, in dem auf anschauliche Weise ein Stück Südtiroler Geschichte erzählt wird. Laut der Besucherreaktionen scheint dies gelungen sein, nicht zuletzt dank ein bisschen Anarchie.